Ich kenne mich eher in der Grundschule aus, habe auch schon in der Mittelschule unterrichtet und festgestellt, dass man in der 5. Klasse im Vergleich zur 4. Klasse alles eher einfacher halten muss.
Hier einmal ein paar ungeordnete Gedanken:
- Es könnte sein, dass die Schüler das Märchen schon kennen - entweder von der Grundschule oder über Filme, die jetzt über Weihnachten häufig im TV zu sehen waren.
- Gibt es grundsätzlich Lese- und Verständnisprobleme in der Klasse? Muss man erst einmal den Text wegen des Verständnisses erarbeiten lassen?
- Anspruchsvollere Aufgaben für mich wären zum Schluss, also nach der Texterarbeitung und der Erarbeitung des Textverständnisses z.B. die Herausarbeitung der Charaktere und den Bezug zur Aktualität. Was will uns das Märchen sagen?
- Auch eine anspruchsvollere Aufgabe wäre der Vergleich zwischen den traditionellen Grimmmärchen und dieses Kunstmärchens. Was ist gleich, was ist anders?
Allerdings habe ich keine Ahnung, ob man das der Klasse zutrauen kann. In der Grundschule habe ich heterogene Klassen, da würde ich es versuchen.
- Man könnte auch den Schluss offen lassen und ihn vermuten lassen. Doch ich glaube, dazu ist das Märchen zu bekannt.
Auf jeden Fall sollte in diesem Märchen die Habgier und die Eitelkeit des Kaisers herausgearbeitet werden und deren Entlarvung. Das schreit nahezu nach einem Aktualitätenbezug. Man kann auch das Thema "die Wahrheit sagen" herausarbeiten. Irgendwie ist das schon anspruchsvoll. Ich finde es schwierig, da braucht man schon eine Klasse, die gut mitdenken und sich entsprechend artikulieren kann.
Von den Methoden her, musst du schauen, was die Klasse kann und was du ihnen zumuten kannst.